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Werl
Ist in B e a r b e i t u n g !
Stadtwappen
Werl ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen, Deutschland und gehört zum Kreis Soest im Regierungsbezirk Arnsberg. Werl zählt ca. 32.200 Einwohner auf einer Fläche von 76,24 km². Der komplette Umfang des Stadtgebietes beträgt 47,5 km. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 9,5 km und die West-Ost-Ausdehnung beträgt 12 km. Die alte Hansestadt beherbergt seit 1661 eine Marienstatue (wohl gotländischen Ursprungs), die heute in der Wallfahrtsbasilika von Franziskanern betreut wird. Dank der Marienwallfahrt ist die Stadt Werl der drittgrößte Wallfahrtsort Deutschlands.
Werl liegt in verkehrsgünstiger Lage zwischen Sauerland, Münsterland, Ruhrgebiet und Hellweg in der fruchtbaren Bördelandschaft der Werl-Unnaer Börde. Die höchste Erhebung im Stadtgebiet befindet sich mit 228,4 m ü. NN im südlich gelegenen Stadtwald. Die tiefste Stelle befindet sich mit 73,1 m ü. NN im nördlichen Stadtgebiet auf dem Hof Flerke. Die Stadt Werl liegt am südlichen Rand der Westfälischen Bucht. Daher ist das Geländeprofil im überwiegenden Stadtgebiet eher flach. Im südlichen Bereich steigt das Gelände dann stark an. Hier erstreckt sich der Haarstrang, der die Tiefebene vom bergigen Sauerland abtrennt. Im Süden erstreckt sich über den Haarstrang der Werler Stadtwald. Dieser ist auch gleichzeitig die einzige dicht mit Bäumen bewachsene Fläche. Die Gestaltung der Tiefebene ist eher von Ackerbau bestimmt.

Erste Siedlungsspuren datieren bereits auf eine Zeit um etwa 3000 v. Chr. Die schon in der Vorgeschichte vorhandene verkehrliche Bedeutung (hier kreuzten sich mit dem Hellweg und der Nord-Süd-Straße zwei bedeutende europäische Handelswege), große Eichenwälder, reichliche Vorkommen von Wasser und nicht zuletzt salzhaltige Quellen begünstigten die Entwicklung des Siedlungsplatzes.

Museen:
Haus RykenbergStädt. Museum Haus Rykenberg: Stadtgeschichtliches Museum der Stadt Werl. Das Museum befindet sich in einem alten Burgmannenhaus, dessen Anfänge im 14. Jahrhundert liegen. Besonderheiten sind ein historisches Stadtmodell, die Geschichte der Salzgewinnung und die der Wallfahrt nach Werl. Im sog. Rustige-Kabinett wird der aus Werl stammende Maler und Ehrenbürger der Stadt Werl Heinrich von Rustige geehrt. Wechselausstellungen und ein reichhaltiges museumspädagogisches Programm ergänzen das Angebot des Museums.
Forum der Völker. Das Völkerkundemuseum der Franziskaner ist mit über zehntausend Gegenständen außereuropäischer Kunst und Alltagskultur das größte Völkerkundemuseum Westfalens. Es zeigt Exponate, die die Franziskaner bei ihrer weltweiten Missionarstätigkeit zusammengetragen haben. Herausragend sind hier eine ägyptische Mumie, sumerische Keilschriften, die größte chinesische Münzsammlung außerhalb Chinas und ein afrikanischer Goldschatz zu nennen. Grundstock der Sammlung bildete das nach dem 2. Weltkrieg aufgelöste Missionsmuseum des Franziskanerklosters Dorsten.


Kirchen:
Alte Wallfahrtskirche. Nachdem die Wallfahrt 1661 zu dem „wundertätigen“ Marienbild einsetzte, war die Kirche schon bald zu klein. Es wurde 1786 ein neuer Barockbau errichtet, erst 1906 zog das Wallfahrtsbild in die neue Wallfahrtskirche um.
Wallfahrtsbasilika. Neue Wallfahrtskirche die in den Jahren 1904 bis 1906 gebaut wurde. Im Jahre 1953 wurde die Kirche in den Rang einer päpstlichen Basilika minor erhoben. Im Gotteshaus befindet sich die Marienstatue, genannt „Trösterin der Betrübten“, eine romanische Ringpfostenstuhl-Madonna (sedes sapientiae) von ca. 1170, zu der im Jahr über 250.000 Pilger pilgern. Im Vorhof der Basilika werden sämtliche Papstwappen der Päpste seit 1953 aufbewahrt.
Propsteikirche St. Walburga. Gotischer Hallenbau aus dem 14. Jahrhundert mit 62 Meter hohem spätromanischem Turm mit barocker welscher Haube.
Kapelle auf der Gänsevöhde Barocke Kapelle, die 1680 der Gottesmutter geweiht wurde. Sie hat die Form eines länglichen Achteckes, in den drei Westseiten ist je eine Tür angebracht. Das Kapital zum Bau der Kapelle stiftete Johann Heinrich Freiherr v. Gertzen gen. v. Sintzig, Erbmarschall des Herzogtums Jülich und Domkapitular in Paderborn und Münster. Er verewigte sich mit seinem Wappen über dem Eingangsportal. Die Stadt stellte den Bauplatz kostenlos zur Verfügung.

Schlossruine:
Altes kurfürstliches Schloss, das nach Unruhen in der Stadt im südwestlichen Bereich der Stadtmauer von 1519 bis 1522 aus Grünsandstein gebaut wurde. Das Schloss bestand aus vier mächtigen Türmen und wurde im Siebenjährigen Krieg 1756-1763 zerstört. In den 1820er Jahren wurde das Schloss bis auf einen Turm komplett abgetragen und die Steine für den Straßenbau nach Hamm verkauft. Heute befindet sich das Gelände im Besitz der Ursulinen, die in unmittelbarer Nähe ein Gymnasium und eine Realschule betreiben.
Altes Rathaus. Massivgebäude des 14.-15. Jahrhunderts, das bis ins 20. Jahrhundert als Verwaltungssitz Werls genutzt wurde. Umfangreich restauriert wurde der Bau heute als Musikschule der Stadt Werl und der Gemeinden Wickede (Ruhr) und Ense einer neuen Nutzung zugeführt.
Haus von Papen. Einstiges Stadthaus der Erbsälzerfamilie von Papen-Koeningen, Geburtshaus von Franz von Papen. Gebaut nach 1720 (letzter Stadtbrand) auf mittelalterlichem Kellerfundament. Aufwändige Stuckdecken des frühen und späten 18. Jahrhunderts schmücken das Innere des heute als Stadtbücherei genutzten Gebäudes am sog. Kälbermarkt.
Ehemaliger Burgmannshof, Kletterpoth 6. Das Gebäude stammt im Kern wohl aus dem 16. Jahrhundert, wurde aber 1830 verändert.
Stadthalle Großes Tagungs- und Veranstaltungszentrum auf der sog. Gänsevöhde. Hier werden Feste gefeiert und neben Tagungen findet hier auch ein Teil des Werler Kulturprogramms statt, u. a. Theatergastspiele.
Bahnhof, Gebäude ursprünglich aus dem Jahr 1889, ehemaliges Empfangsgebäude an der Bahnlinie Dortmund-Soest, mehrfach erweitert und umgebaut, in den Jahren 2004 bis 2006 grundsaniert und einer neuen Nutzung als Kulturzentrum, Beratungseinrichtung und Clubräume für Modelleisenbahnfreunde überlassen, Umbau u. a. durch ein Projekt des Kolping-Bildungszentrums Werl und durch das Xenos-Programm der Europäischen Union gefördert
Moschee. Gebetshaus der islamischen Mitbürger. Erste Moschee in Deutschland, die mit einem Minarett errichtet wurde. Das Gebäude wird ergänzt durch Versammlungsräume und Verkaufsräume sowie eine Koranschule. Einweihung: 1990.
Wohnbauten. In einigen Straßen blieb noch eine größere Anzahl von Fachwerkhäusern erhalten, von denen viele jedoch verputzt oder durch Umbauten verdorben sind. Ein besonders schönes und einheitliches Straßenbild bietet die zur Propsteikirche führende Krämergasse.

Plätze und Parks:
Der Marktplatz bildet den Mittelpunkt der Kernstadt. Der Platz grenzt im Süden an das alte Rathaus und die Propsteikirche St. Walburga und im Osten an die Wallfahrtsbasilika, die westliche und nördliche Begrenzung bilden heute Geschäftshäuser, in früherer Zeit standen dort teilweise repräsentative Bürgerhäuser. Der ansonsten autofreie Platz wird heute durch die Marktstraße am südlichen Rand tangiert.
Gänsevöhde Platz vor dem ehemaligen Melstertor (Stadttor) außerhalb der Stadtmauer, früherer Hüteplatz für Vieh und insbesondere auch Gänse. In heutiger Zeit Festplatz zur Veranstaltung großer Feste --> Schützenfest und großer Wallfahrtsgottesdienste. Im Jahre 1953 fand einer der größten Gottesdienste anlässlich der sog. Schlesierwallfahrt mit Kardinal Frings aus Köln, Bundeskanzler Adenauer und geschätzten 50.000 Heimatvertriebenen statt.
Der Werler Kurpark bekam seinen Namen durch das bis zum 2. Weltkrieg in Werl angesiedelte Kurbad. Der Kurpark sollte die Gäste des Solbades Werl zum Spaziergang einladen. Heute ist der Park die grüne Lunge der Stadt Werl. Ausgestattet ist der Park mit dem Nachbau eines Gradierwerks, also einer bei Salzgewinnung genutzten Konstruktion aus Holz und Schwarzdornzweigen, sowie einer nachgebauten Siedehütte, in der das Salzsieden dargestellt wird, wie es in Werl über Jahrhunderte betrieben wurde. Besitzer und alleinberechtigte Betreiber der früheren Salzgewinnung in Werl waren die Familien der sog. Erbsälzer, die im Jahre 1708 vom Kaiser den Reichsadelsstand auf Grund einer Urkunde von 1432 anerkannt bekamen. Das Recht der Salzgewinnung und der Adelsstand waren erblich. Im ausgehenden 14. Jahrhundert bestanden die Erbsälzer aus 48 Familien. Die Anzahl der siedeberechtigten Familien schrumpfte bis zum Ende des 16. Jahrhunderts auf acht Familien. Jetzt gibt es nur noch die Familien v. Lilien und v. Papen, die anderen starben im männlichen Zweig aus.
Der Werler Parkfriedhof ist aufgrund seines alten Baumbestandes ein besonderer Ort der Stille in der Stadt. Im Jahre 1850 wurde der Friedhof als geplanter Park mit Springbrunnen, Laubengang und seltenen Baumarten sowie zahlreichen Blumenbeeten angelegt. Auf dem Friedhof liegen u. a. die Grabstätten der Werler Pröpste, der Erbsälzer, in Werl verstorbener Franziskaner und Grabstätten bekannter Werler wie dem Betkaspar und das Ehrengrab von Hedwig Dransfeld. Im Laufe der Zeit ist der Friedhof erheblich erweitert worden.

Kultur:
Theatervorführungen in Zusammenarbeit mit dem Kleinen Theater Bad Godesberg finden regelmäßig in der Stadthalle statt.
Eine Laienspielgruppe namens Salzbachbühne Werl e.V. führt darüber hinaus seit 1996 mit großem Erfolg jährlich neu in der Theateraula des Mariengymnasiums an sechs Abenden ein Theaterstück auf.
Bahnhof Werl: Unter gleichem Namen besteht im denkmalgeschützten Bahnhofsgebäude ein Event- und Veranstaltungszentrum. Mit Hilfe des Vereins Kultur für Werl e.V., der Stadt Werl, der GWS(Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Werl GmbH - als Eigentümer der Immobilie) und als ausführende Handwerker das Werler Kolpingbildungswerk ist der Bahnhof seit September 2005 ein weiterer kultureller Schwerpunkt in Werl. Abgerundet wird der Komplex durch einen Fahrkartenschalter im Erdgeschoss und die Clubräumen mit Modellanlage der Werler Eisenbahnfreunde im Dachgeschoss. Im ersten Obergeschoss entstehen Büro- und Seminarräume des Kolpingbildungswerkes Werl. Die Gestaltung des Umfeldes ist ein Projekt, das zeitnah ansteht.
Bands Around Werl: Seit einigen Jahre veranstaltet der Musikultur Werl e.V. ein Bandfestival, auf dem lokale Bands die Chance haben, vor größerem Publikum ihre musikalischen Künste zu demonstrieren.

Veranstaltungen und Feste:
Siederfest - Dieses Stadtfest findet seit dem Jahr 1988 jährlich im Juni auf dem Marktplatz und in der Fußgängerzone Werls statt. Das Programm setzt sich zusammen aus Musikprogramm auf dem Marktplatz, historischen Vorführungen des Salzsiedens und Einkauf am Sonntag.
Michaeliswoche - Diese Woche ist alljährlich um den 29. September (St. Michael) kultureller Höhepunkt in Werl. Neben einer Kirmes und Einkauf und Trödelmarkt gibt es in der Woche ein umfangreiches kulturelles Programm mit Musik, Preisverleihungen und interessanten Vorträgen. Die Michaeliswoche ging aus der Werler Herbstwoche hervor, die seit 1952 in Werl durchgeführt wurde.
Werler Bauernmarkt - Alljährlich zum Erntedankfest findet ein Bauernmarkt auf dem Werler Marktplatz statt. Hier verkaufen die Landwirte der Stadt und der Ortsteile ihr Gemüse und zeigen ihre großen und kleinen Tiere. Es finden darüber hinaus Vorführungen mit historischen Geräten statt, z. B. Dreschen mit einfachen Dreschflegeln. Alle fünf Jahre findet zusätzlich noch ein Umzug mit historischen und auch neuen landwirtschaftlichen Geräten statt.
Werler Münzfest - Das Münzfest ist das jüngste der großen Werler Feste. Es findet seit 2001 alljährlich statt und erinnert an das Werler Münzprägerecht, das bis ins 17. Jahrhundert bestand. Die Kaufleute der Stadt nutzen das Fest für einen verkaufsoffenen Sonntag und ein Trödelmarkt ergänzt das Programm.
Patronatsfest Maria Heimsuchung - Immer am Sonntag nach dem (oder am) 2. Juli, dem katholischen Fest Mariä Heimsuchung ist ein großer Wallfahrtstag. Pilger aus Algermissen, Delbrück, Warstein, Arpe, Olpe, Lenhausen und Much sowie eine große Anzahl von Einzelpilgern sind an diesem Wochenende in der Stadt Werl. Hier beten und feiern sie gemeinsam Gottesdienst. Die mehreren tausend Wallfahrer nehmen u. a. an der Lichterprozession am Samstagabend und an der großen Stadtprozession mit anschließender festlicher Heiliger Messe am Sonntagmorgen teil. Die Gruppe aus dem Bergischen Ort Much legt dabei knapp 150 km für den Hinweg und die gleiche Strecke für den Rückweg zu Fuß an jeweils drei Tagen zurück. Insgesamt hat die Zahl der Fußwallfahrer wieder stärker zugenommen und gerade junge Menschen nehmen verstärkt teil.
Schützenfeste - In der Kernstadt und den Ortsteilen finden jährlich Schützenfeste statt. Den Anfang macht Anfang Juni Holtum (Schützenbruderschaft St. Michael), es folgt Mawicke Mitte Juni (Schützenbruderschaft St. Hubertus). Am ersten Juli-Wochenende folgt dann das Schützenfest in Büderich (Schützenbruderschaft St. Kunibert) und Ende Juli schließlich Westönnen (Schützenbruderschaft St. Sebastianus Westönnen). Am zweiten August-Wochenende folgt Hilbeck (Schützenverein Hilbeck) und am dritten August-Wochenende feiert schließlich Werl (Schützenbruderschaft St. Sebastianus Werl).
Silvesterlauf von Werl nach Soest. Auf der Bundesstraße 1 von Werl nach Soest findet seit 1982 der bekannte Silvesterlauf statt. Mit über 7.900 Teilnehmern ist er der größte deutsche Silvesterlauf. Gestartet wird der Lauf jeweils in Werl an der Stadthalle. Die ersten beiden Läufe starteten allerdings ab Werler Marktplatz und wurden wegen der hohen Teilnehmerzahl an die Stadthalle verlegt. Das Ziel der 15 km-Distanz ist dann der Marktplatz im benachbarten Soest.

Kulinarische Spezialitäten:
Möppkenbrot
Pfefferpotthast
Werler Klostertropfen (Likör)
Werler Tropfen (Likör)
Werler Salzkruste (Brot mit Salz)
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© Auszug aus  

 

 

 

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