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Gilching
Gemeinde Gilching
Rathausstr. 2
82205 Gilching
Tel: 08105/3866-0
Fax: 08105/3866-59
Stadtwappen
Gilching ist die nördlichste und mit 17.445 Einwohnern die drittgrößte Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Starnberg
Der Name des heutigen Gilchings leitet sich vermutlich aus dem Keltischen ab. Als die germanisch-bajuwarischen Nachfolger der Römer im 6. Jahrhundert den Gilchinger Raum besiedelten, nannten sie ihren Ort nach ihrem Sippenältesten Giltico Kiltoahinga, was soviel bedeutet wie „bei den Leuten des Giltico“. Der Name wandelte sich im Laufe der Jahrhunderte von Kiltoahinga über Gulching, später Guiching bis zum heutigen Ortsnamen Gilching.

Geschichte:
Um 450 v. Chr. wurde die Region durch den keltischen Volksstamm der Vindeliker besiedelt. Erstmals urkundlich erwähnt und dadurch schriftlich nachweisbar ist der Ort Gilching in einer Schenkungsurkunde aus dem Jahre 804, als „Giltekin(g)“. Nach dem Text der Urkunde übergibt Reginhart, Gaubevollmächtigter und Verwalter des königlichen Landbesitzes, seine Liegenschaften in den Orten Pettenbach und Glonn dem Kloster „Slechdorf“, heute Schlehdorf. Diese Schenkung ist vollzogen worden am 4. September im Jahre 804, verhandelt im königlichen Dorf Kiltoahing im vierten Regierungsjahr des Kaisers Karl.

Gilching gehörte später zum Rentamt München und zum Landgericht Starnberg des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Sehenswürdigkeiten:
Berühmt ist die Arnoldusglocke in der Pfarrkirche St. Vitus. Sie ist im Wappen der Gemeinde enthalten und ist die älteste noch vorhandene Glocke Bayerns und die drittälteste Deutschlands. Pfarrer Arnoldus ließ sie zwischen 1180 und 1187 gießen.


Friedenspfahl
Durch den Ort führt ein Teil der Römerstraße, die Via Julia, welche Augsburg mit Salzburg verband. Im Zentrum Argelsrieds ist die Kopie eines römischen Meilensteins mit eingemeißelter lateinischer Meilen- und Wegweisungsangabe nach Augusta Vindelicorum zu besichtigen.


Römischer Meilenstein (Kopie) im Ortszentrum
2005 stiftete die örtliche pax christi Gruppe den Friedenspfahl am Bahnhof Gilching-Argelsried. Auf seinen fünf Seiten ist die Aufschrift „Möge Friede auf Erden sein“ in den am häufigsten in Gilching gesprochenen Sprachen wiedergegeben. Als Vorbild diente der 1955 vom japanischen Lehrer, Dichter und Philosophen Goi Masahisa geschaffene Friedenspfahl.

Seit 2007 betreibt der Deutsche Alpenverein ein großes Kletterzentrum in Gilching.

Im nahe gelegenen Waldabschnitt zur Gemeinde Schöngeising hin sind keltische Hügelgräber und Überreste von sehr gut erhaltenen Keltenschanzen zu besichtigen.


Allguth Tankstelle Gilching Rückseite
Als architektonisch besonders gelungen wird die Allguth-Tankstelle an der Landsberger Straße von Lydia Haack + John Höpfner aus München gewürdigt, die insbesondere in der Dämmerung durch das beleuchtete schwebende Pylondach wie eine Lichtskulptur wirkt.
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© Auszug aus  

 

 

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