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Bergpark Wilhelmshöhe Kassel

Bergpark Wilhelmshöhe

Die eigentliche Geschichte des größten Bergparks Europas (300 Hektar) begann, als Landgraf Karl nach einer Italienreise Giovanni Francesco Guerniero, einen italienischen Architekten, mit dem Bau von Park-, Wasser- und Schloßanlagen am Hang des Habichtswaldes beauftragte. Eine besondere Sehenswürdigkeit im Bergpark sind die Wasserkünste, die beginnend am Herkules die Kaskaden herunterlaufen, die Teufelsbrücke und den Aquädukt hinunterstürzen und in einer Fontäne enden. Schwerwiegende Fehler bedingten, dass seine Pläne zwischen 1701 und 1717 nur zum Teil ausgeführt werden konnten. Die streng im barocken Stil konzipierte Anlage erfuhr unter Friedrich II. eine erste weitgehende Umgestaltung; englische Parks wurden nun das Vorbild, mit aufgelockerter Bebauung, Grotten, aber auch Attrappen aller Art, zum Beispiel dem Apollotempel. Der Bau des Schloss Wilhelmshöhe und der Löwenburg veranlassten Kurfürst Wilhelm I. zu einem neuen Konzept, das im Sinn der frühen Romantik dem reinen Landschaftspark - also weitgehend die heutige Anlage - den Vorzug gab, ohne die Barockschöpfungen seiner Vorgänger und den seltenen Baumbestand dabei anzutasten.

 

Wasserspiele im Bergpark Wilhelmshöhe

Die romantischen Wasserspiele sind jedes Jahr von Himmelfahrt bis 3. Oktober, jeweils mittwochs und an Sonn- und Feiertagen von 14:30 Uhr bis 15:45 Uhr zu bestaunen. Am Anfang fließt das Wasser die Kaskaden mit den 852 Stufen hinab, danach stürzt es den Steinhöfer Wasserfall, die Teufelsbrücke und den Aquädukt hinunter um im Schloßteich in einer fast 60 Meter hohen Fontäne aufzugehen. Ein besonderes Highlight sind die beleuchteten Wasserspiele, die von Juni - September, jeden 1. Samstag im Monat um 22.00 Uhr, stattfinden.

 

Herkules

Das Wahrzeichen der Stadt Kassel, 236 m über dem Schloßniveau liegend, ist Ausgangspunkt der Parkanlage und nach einem Entwurf G. F. Guernieros 1701-1717 entstanden. Den Unterbau bildet ein insgesamt 63 Meter hohes Oktogon, das als durchsichtiges Riesenschloß mit Grotten und Rundbogen konzipiert ist.
Auf seiner Plattform erhebt sich eine Steinpyramide, gekrönt von der 8 Meter hohen Herkules-Statue. Seine Größe beträgt 8,25 m; Brustumfang 5,00 m; Leibesumfang 4,60 m; Fuß 1,50 m und Keulenhöhe 4,70 m. Die innen hohle Riesenfigur ist ein Werk des Augsburger Goldschmiedes Johann Jakob Anthonit (1713 bis 1717). Der Sage nach soll Herkules den Giganten Alkyneus im Kampf mit einem Felsbrocken niedergestreckt haben. Bis heute speit der Besiegte nach seinem Bezwinger. Dies ist der Anfang der berühmten Wasserspiele, die jedes Jahr von Himmelfahrt bis 3. Oktober, jeweils mittwochs und an Sonn- und Feiertagen von 14:30 Uhr bis 15:45 Uhr stattfinden. Eine nächtliche Attraktion sind die von Juni - September, jeden 1. Samstag im Monat stattfindenden beleuchteten Wasserspiele.
Ursprünglich sollte der Wasserfall bis zum Schlossteich hinabführen, vollendet wurde jedoch nur das obere Drittel. Zu den Füßen des Herkules sitzt Neptun mit dem Dreizack in seiner Grotte auf dem Muschelthron.Vom Neptunbassin bis hinauf zur Spitze der Pyramide des Oktogons sind 852 Treppenstufen zu bewältigen.

 

Kaskaden

Die Wassermassen der berühmten Wasserspiele ergießen sich über die 250 m in die Tiefe reichenden Kaskaden, 12 m breit, ins Neptunbecken, weiter über einen Wasserfall durch die Teufelsbrücke in den Höllenteich, durch die Plutogrotte und das Aquädukt bis zum Schlossteich mit der 30 m hohen Fontäne.
Die Kaskadenanlage wird beidseitig von je 535 Treppenstufen gesäumt.

 

Teufelsbrücke

 

 

 

Die Teufelsbrücke im Bergpark, in der Nähe des Steinhöfer - Wasserfalls, ist einem Original in den Schweizer Bergen nachem - pfunden. Während der Wasserspiele stürzt das Wasser unter der Teufelsbrücke hindurch - 10 m tief in den "Höllenteich".
 

Aquädukt

 

 

Die gesamte Anlage des Bergparks Wilhelmshöhe ist ein romantisches Kunstprodukt, sie wurde von 1788 - 1792 von H. C. Jussow erbaut. Schon als Ruine gebaut, fällt das Wasser nach dem 14. seiner hohen Bögen in eine 43 m tiefer gelegene Schlucht. In dieser Schlucht liegen einige Trümmer der Wasserleitung, so daß man glauben könnte, sie seien vom ehemals intakten Bau abgebrochen.

 

 

Die Fontäne


 Die Fontäne ist der Höhepunkt der zahlreichen, überwiegend von dem kurfürstlichen Wasserbauinspektor Karl Steinhöfer sowie H. Jussow geschaffenen Wasserkünste, die jedes Jahr von Himmelfahrt bis 3. Oktober, jeweils mittwochs und an Sonn- und Feiertagen von 14:30 Uhr bis 15:45 Uhr stattfinden. Das Wasser wird vom Fontänenreservoir in das Rohr geleitet und gestaut. Durch diesen starken Wasserdruck entsteht die bis zu 60 Meter hohe Fontäne. Danach fließt das Wasser in den "Lac" ab.
 

Apollotempel

 

Der Apollotempel, auch "Jussow Tempel" genannt, wurde 1817/1818 gebaut. Sein Standpunkt ist neben den kleinen Kaskaden am Fontäneteich
 

Schloss Wilhelmhöhe

An der Stelle, an der sich heute das Schloß erhebt, befand sich schon vor 1137 das von Erzbischof Adalbert I. von Mainz gegründete Kloster Weißenstein (Baureste im Südflügel des Schlosses), das 1527 im Zuge der Reformation augelöst wurde. 1606 begannen unter Landgraf Moritz Hermann Wolff und Hans Meurer mit dem Bau eines Jagdschlosses im Renaissancestil, das von Landgraf Karl modernisiert wurde.

Ein barocker Neubau nach dem Plan von Guernieros unterblieb jedoch. Erst unter Wilhelm IX. erfolgte der Schloßausbau: 1786-90 errichtete S. L. du Ry zunächst den sogenannten Weißensteinflügel und 1787-92 unter Beteiligung H. Chr. Jussows den Kirchflügel. 1790 schließlich wurde das alte Schloß abgerissen und 1791-98 von Jussow ein neuer Mitteltrakt aufgeführt.

Die einzelnen Bauteile waren durch brückenförmige Terrassen miteinander verbunden, die später zunächst durch gedeckte Gänge erhöht - unter Wilhelm II. von Heinrich Regenbogen zu geschlossenen Einheiten umgestaltet wurden. Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Schloß schwer beschädigt, der Wiederaufbau war erst 1974 abgeschlossen.

Eingang Schloß (Foto:E.Kersting)

Gewächshaus

Das kunstvolle Gebäude liegt auf dem Schlossplateau.
Das Gebäude von 1822 war eines der ersten Stahl-Glas-Bauten in Deutschland.

Gewächshaus (Foto:E.Kersting)

Öffnungszeiten:
Winterhalbjahr: 1. Advent - 1. Mai; Di - So sowie feiertags von 10:00 - 17:00 Uhr. (Achtung: geschlossen am 24., 25. und 31. Dezember)
Sommerhalbjahr: Geschlossen
Für die Öffnungszeiten zu Schloss, Ballhaus und Gewächshaus siehe bitte auch Museum-Kassel.de

Löwenburg

1793 bis 1801 nach Plänen von H. Chr. Jussow im Südteil des Parks für Wilhelm I. erbaut und von dem Bauherrn als Refugium benutzt. Der Bau ist eine englisch- schottischen Vorbildern nachempfundene neugotische Burgruine einschließlich Bergfried und Pallas (mit bewohn- baren Teilen) . Die schweren Kriegsschäden sind noch nicht restlos beseitigt. Erhalten geblieben ist die Innenausstattung, darunter die der Schloßkapelle mit Glasgemälden,die u.a. um 1360 für die Stadtkirche von Hersfeld geschaffen wurden, und das "Rittergrabmal" für Kurfürst Wilhelm I. von Christian Ruhl (1800). Sehenswert sind die reich ausgestattete Rüstkammer und die Museumsräume der Burg mit Bildteppichen, Möbeln und bedeutender Gläsersammlung. Im Sommer finden im Burghof Serenaden statt.
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